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Tipp des Monats September 2003

Wie dezimiert man Fruchtfliegen?

Obwohl sich der Sommer so langsam seinen Ende neigt, haben unsere kleinen Freunde, die Fruchtfliegen, noch immer Saison. Im allgemeinen stören sie ja nicht weiter. Wenn ihre Anzahl jedoch zu groß wird, können sie schon ein wenig lästig werden. Dem kann man ganz einfach begegnen, indem man sie hinausträgt. Das ist fast so leicht getan wie gesagt, wenn man ihnen eine Falle stellt.

Abends schaut man sich all sein Obst durch, ob da nicht vielleicht etwas mit verletzter Schale oder Gammelansatz herumliegt. Das muss unbedingt an einen Ort gebracht werden, den die Fliegen nicht erreichen können. Den Biomüll leert man und spült ihn gut aus. Das Ausspülen ist wichtig, da selbst kleine Saftreste am Mülleimer die Fliegen ablenken können. Schließlich sucht man sich eine Schüssel und eine Abdeckung dafür, die absolut ohne Lücken mit dem Schüsselrand abschließt. Die Abdeckung muss man blitzschnell auf die Schüssel legen können. Wenn man nämlich erst lange herumzirkelt, bis die Schüssel ganz abgedeckt ist, sind die Fliegen schon längst wieder über alle Berge. Daher sind Tuppergefäße oder ähnliches meist ungeeignet. Wir nehmen dafür immer eine Plastikschüssel und einen Teller.
In die Schüssel legt man dann einen ganz besonderen Leckerbissen, von dem man weiß, dass die Fruchtfliegen sich besonders gerne darauf aufhalten. Eine Bananenschale, Melonenschalen oder angegorene Obststückchen sind perfekt. Der Köder sollte möglichst flach am Boden liegen, damit auch die Fruchtfliegen, die sich darauf setzen schön weit unten sitzen. Die Schüssel mit dem Köder stellt man abends an eine Stelle der Küche (bzw. des Raumes, den man gerne fliegenfrei hätte), an der niemand nachts mehr vorbei muss, so dass die Fliegen nicht mehr aufgescheucht werden. Die Abdeckung legt man sich möglichst nahe am Raumeingang zurecht, weit weg von der Schüssel, damit die Fliegen nicht aufgescheucht werden, wenn man die Abdeckung in die Hand nimmt.
Gleich als erstes, bevor man anfängt in der Küche zu werkeln, schnappt man sich dann die Abdeckung und deckt damit ganz schnell die Schüssel zu. So überrascht entwischen meist nur wenige Fliegen. In der abgedeckten Schüssel kann man die Fruchtfliegen dann bequem nach draußen tragen. Erst am Biomüll oder Kompost wird die Abdeckung entfernt und die Fliegen befinden sich direkt bei ihren neuen Paradies, dem Biomüll.

Wenn man, so wie wir seit einigen Wochen, in einem Wohnblock wohnt, in dem keine Trennung von Biomüll möglich ist (jawohl, das gibt's) und man keinen eigenen Garten mit Kompost hat, ist es noch viel einfacher. Bei den großen Gemeinschaftsmüllcontainern wird erwartet, dass man Müllbeutel benutzt, damit nicht alles vollschmiert. Abends läßt man den Mülleimer offen und stülpt den Rand des Müllbeutels nach oben. Am Morgen braucht man nur noch schnell den Müllbeutel zuzumachen und kann ihn mitsamt den Fliegen hinausbringen. Ich knote den Beutel immer erst am Müllcontainer zu und lasse den Fliegen vorher Zeit, sich aus dem Staub zu machen.