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Tipp des Monats Dezember 2002

Roher Weihnachtsstollen mit Marzipanfüllung

Das benötigt Ihr:

150 g Mandeln
200 g geriebene Mandeln
150 g Sonnenblumenkerne
50 Datteln (z. B. Deglet Nour)
100 g Rosinen (ungeölte haben wir bisher nur im Reformhaus gefunden)
Trester, der beim Pressen von Karottensaft anfällt
ein wenig geriebene Chuffas

 


So wird's gemacht:

Mandeln und Sonnenblumenkerne ca. 12 Stunden in klarem Wasser einweichen. Rosinen brauchen nur 3-4 Stunden eingeweicht zu werden. Sie sollten dabei nur ganz knapp mit Wasser bedeckt sein, da sie sonst zu sehr auslaugen.
Rosinen abtropfen lassen. Mandeln und Sonnenblumenkerne durchspülen und sehr gut abtropfen lassen. Datteln entsteinen. Dann preßt Euch am besten ca. zwei Gläser Karottensaft. Trester in ein verschließbares Gefäß geben.
30 Datteln, Sonnenblumenkerne und Mandeln mit dem Entsafter zerkleinern (denkt daran, die Teigdüsen und -einsätze dafür zu benutzen). Ein Fleischwolf ist ebenfalls gut dafür geeignet. Den Teig mit den Händen gut durchkneten und dabei Karottentrester einarbeiten. Eine Mengenangabe dafür ist schwer zu machen. Nehmt soviel Karotte, bis Euch der Teig vom Geschmack und der Konsistenz her gut gefällt. Anschließend Rosinen in den Teig einkneten. Teig in ein luftdicht abgeschlossenes Gefäß geben.

Restliche 20 Datteln mit einem ganz kleinem bißchen Wasser pürieren. Nach und nach immer mehr geriebene Mandeln dazugeben und mit dem Löffel unterrühren. Die Masse sollte dabei möglichst fest werden. Das Ergebnis erinnert geschmacklich an Marzipan.

Sucht Euch das Brett oder die Kuchenplatte aus, auf der der Stollen auch serviert werden soll. Sorgt mit Backpapier, Öl oder anderen Methoden dafür, dass der Teig nachher nicht auf der Unterlage ankleben wird. Verteilt die Hälfte des Teiges in der gewünschten Form und Größe auf der Unterlage. Das ist die "Basis" des Stollens. Flacht sie oben ab und macht der Länge nach eine Kerbe in der Breite hinein, in der Ihr die Füllung haben möchtet. Gebt die Füllung wie eine dicke Wurst in die Kerbe. Anschließend den Rest des Teiges darüber verteilen, oben abrunden und alles rundherum schön glätten. Ich drücke gerne zwei leichte Längskerben, jeweils ca. 2 cm vom Rand entfernt, in die Oberfläche ein, weil die Stollen bei uns früher so ausgesehen haben. Ihr könnt der Oberfläche aber jede erdenkliche Form geben.
Schließlich noch ein wenig geriebene Chuffas als "Puderzucker"darüber streuen - und fertig ist ein Weihnachtsstollen, den Roh- und Kochköstler gleichermaßen essen können.

Wie lange man solch einen Stollen aufbewahren kann, weiß ich leider nicht. Bei uns hat er noch nie länger als drei bis vier Tage überlebt. Das Zeug ist einfach zu lecker. Der beste Platz zum lagern ist ein kühler Raum (z. B. Schlafzimmer im Winter). Es tut dem Stollen gut , wenn er etwas nachtrocknet. Der Kühlschrank ist daher nur bedingt geeignet.

Viel Spaß bei der Weihnachtsbäckerei!

Eure Steffi