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Ausstattung

 

Die meisten Dinge, die man für die Zubereitung roher Gerichte benötigt, sind auch in "normalen" Küchen zu finden: Messer verschiedenster Art, Schneidebretter, Schüsseln unterschiedlicher Größe usw. gehören zur Standardausrüstung. Wenn man Spaß an der Zubereitung roher Gerichte hat, sollte man sich vielleicht überlegen, die Töpfe zu verschenken und Platz für das eine oder andere außergewöhnlichere Gerät zu machen.

 

Mixen

Mahlen

Raspeln

Entsaften

Der besondere Gag

 


 

Mixen

Wichtig für die Rohkostküche ist eine Möglichkeit zu mixen. Wer diese noch nicht besitzt, sollte sich einen Stabmixer zulegen. Stabmixer sind universell einsetzbar, eigenen sich für große und kleine Mengen, sind kostengünstig, transportabel, Platz sparend aufzubewahren und haben häufig ein großes Sortiment an Aufsätzen für verschiedene Zwecke.

Besonders empfehlenswert ist ein Stabmixer von Braun für ca. 30,- Euro. Er mixt schnell und fein und ist einfach zu reinigen. Wer noch keine Mühle zum Mahlen von Nüssen und Samen hat und bereit ist, ein wenig mehr Geld auszugeben, sollte sich den "Zauberstab" von ESGE inklusive der Nußmühle kaufen. Der Zauberstab mixt allerdings nicht ganz so fein wie der Stabmixer von Braun. Kostenpunkt: ca. 150,- Euro.
Standmixer haben den Nachteil, dass kleinere Mengen damit häufig nicht gut zu verarbeiten sind. Auch sind festere Massen damit kaum herzustellen, da irgendwann alles am Rand kleben bleibt und von den Messern nicht mehr erreicht wird. Für Suppen, Hanfmilch oder andere ganz flüssige Leckereien sind sie jedoch unschlagbar. Als nicht empfehlenswert empfanden wir einen Standmixer von Krupps. Mit einem von Braun sind wir jedoch höchst zufrieden.

 

Mahlen

Eine einfache mechanische Mandelmühle mit Kurbel leistet bei größerem Mahlgut wie Nüssen und Mandeln gute Dienste. Solche Mühlen sind sehr günstig, ca. 8,- bis 10,- Euro. Wer gerne Torten oder Puddings isst, sollte sich unbedingt so eine kaufen. Damit kann man sogar das klebrige Johannisbrot zu mahlen. Außerdem kann man auch leicht feuchte oder fettige Dinge, wie z.B. angetrocknete Kokosnuss, damit mahlen.

Für Samen und anderes kleineres Mahlgut benötigt man eine (elektrische) Mühle mit sich schnell drehenden Messern. Die o.g. Nußmühle des ESGE "Zauberstab" hat sich gut bewährt. Noch besser ist eine einfache, elektrische Kaffeemühle. Sie mahlt noch feiner und schafft sogar Johannisbrotschoten! Auch hier ist wieder die Firma Braun unser Tipp (Nein, wir haben keinen Werbevertrag mit denen. Die Geräte sind halt einfach die besten).

 

Raspeln

Salate werden oft besonders köstlich, wenn man die Zutaten raspelt anstatt sie zu schneiden. Daher ist es hilfreich, irgendeine Art von Reibe, elektrisch oder mechanisch, zu haben. Besonders gute Reiben stellt die Firma "Börner" her. Man bekommt von ihnen einen sog. Fruchthalter, mit dem man das Reibgut fingerschonend bis zum Schluss reiben kann sowie Reiben in verschiedensten Variationen. Langeweile im Salat ist damit nicht angesagt. Die Reiben sind so scharf, dass man selbst größere Mengen sehr schnell verarbeiten kann. Außerdem sind sie sehr einfach zu reinigen. Börner-Produkte gibt es nur auf Messen oder ähnlichem oder im Internet unter www.boerner-germany.de .

 

Entsaften

Eine kostengünstige Alternative ist ein mit Zentrifugalkraft arbeitender Entsafter von Braun (ca. 100,- Euro). Betrieb und Reinigung des Gerätes sind jedoch recht aufwendig. Außerdem werden die Inhaltsstoffe durch das Zentrifugieren relativ stark zerstört. Die meisten anderen im "normalen" Handel erhältlichen Entsafter arbeiten ebenfalls mit Zentrifugalkraft. Viele davon halten nicht, was sie versprechen.

 

Leider können wir auch die hochpreisigen Spezialgeräte, die man sich in Rohkostkreisen meist zulegt, nicht mehr uneingeschränkt empfehlen. Sie können zwar neben dem reinen Entsaften auch Dinge wie Nüsse zerkleinern, haben aber auch alle ihre Macken. Wir persönlich würden bei Geräten dieser Preiskategorien einfach bessere Qualität erwarten. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, keine Entsafter mehr zu verkaufen.
Hier ein kurzer Vergleich der von uns getesteten Geräte (alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und sind ohne Gewähr):

 

Champion

Oscar

Green Life*

Reißt mit scharfen Messern die Fasern des Pressgut auf, bevor der Saft von den Fasern getrennt wird.

Pressgut wird mit einem Kolben durch ein rundes Sieb gepresst.

Pressgut wird zwischen 2 Kolben gepresst und gelangt erst dann durch das Sieb.

Keine Energetisierung

Keine Energetisierung

Energetisierung durch Magneten in den Kolben

Pressgeschwindigkeit: sehr schnell

Pressgeschwindigkeit: langsam

Pressgeschwindigkeit: langsam

Reinigung und Zusammenbau: einfach und schnell

Reinigung und Zusammenbau : einfach und schnell

Reinigung und Zusammenbau : extrem kompliziert und langwierig

Gut geeignet für Obst und Gemüse

Gut geeignet für Obst, Gemüse, Gras und Blätter

Gut geeignet für Obst, Gemüse, Gras und Blätter

Nicht gut geeignet für Gras und Blätter

Muss bei Karottensaft nach ca. ¾ Liter geleert werden

 

Saftausbeute: gut

Saftausbeute: gut

Saftausbeute: gut

Belastbarkeit/Haltbarkeit: macht echt alles mit, nur geringe Verschleißerscheinungen;
zwischen Gehäuse und Pressaufsatz läuft häufig ein wenig Saft aus;
spritzt leicht bei Pressen von Karotten

Belastbarkeit/Haltbarkeit: Presskolben reibt sich an der Spitze ab, Sieb kann bei starker Belastung platzen/brechen

Belastbarkeit/Haltbarkeit: Reißt an bestimmten Stellen des Pressaufsatzes und der Motorabdeckung ein. Könnte an Auswuchtung o.ä. liegen, denn entweder reißen die bewußten Teile immer wieder ein, auch nach Austausch der Teile oder man hat überhaupt gar keine Risse. Uns sind wesentlich mehr Geräte mit als ohne Risse bekannt.

Preis: ca. 429,- Euro

Preis: ca. 399,- Euro

Preis: ca. 499,- Euro

Erhältlich bei: www.keimling.de

Erhältlich bei: www.bionika.de

Erhältlich bei: www.keimling.de

* Jetzt ist sein Nachfolgermodell, der Green Star auf dem Markt. Da man uns sagte, dass sich außer an der Farbe nichts zum Green Life verändert habe und da der Vorgänger des Green Life, der Green Power auch schon die gleichen Mängel aufwies, die wir beim Green Life entdeckten, gehen wir davon aus, dass unsere Beobachtungen auf auf den Green Star zutreffen. Es handelt sich jedoch nur um eine Annahme, Tests dazu haben wir nicht durchgeführt.

 

Saft aus Orangen, Zitronen und Grapefruit mit einem Entsafter herzustellen macht aus unserer Sicht nicht viel Sinn. Das Schälen und Zerteilen der Früchte sowie die anschließende Reinigung des Gerätes sind hierfür zu aufwendig. Für kleine Saftmengen sollte man eine billige, mechanische Zitruspresse zur Hand haben. Wer gerne größere Mengen Orangensaft trinkt, für den lohnt sich der Kauf einer elektrischen Zitruspresse. Auch hier haben sich Geräte von Braun bewährt. Sie lassen sich wesentlich einfacher reinigen als die meisten anderen.
An dieser Stelle eine kleine Warnung aus persönlicher Erfahrung: Zuviel Orangensaft kann die Zähne angreifen!

 

Der besondere Gag

Für den ultimativen Kick in der Rohkostküche sorgt ein Spiralschneider, z. B. "Spiralo" von der Firma Lurch (ca. 25,- Euro). Gemüse wie Gurken, Zucchini, Rettich oder ähnliches werden durch Drehbewegungen über eine bestimmte Messeranordnung so geschnitten, dass Endlosschnüre oder girlandenartige Spiralen entstehen. Damit gemachte "Spaghetti" kann man wie die echten mit der Gabel aufwickeln. Bei Kindern sind die rohen Spaghetti besonders beliebt. Sie sind auch immer wieder eine schöne Überraschung für Gäste.

 

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